Franz Weninger über seinen Weg zum Dürrau

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Seit nunmehr zehn Jahren füllen wir unseren besten Blaufränkisch von einer speziellen Parzelle der Lage Dürrau in Horitschon. 1996 kauften wir den Dürrau Weingarten. Dieser war verwildert und eigentlich zum Roden verurteilt. Doch ich kaufte ihn, weil ich als Kind im Weingarten aufgewachsen bin und wir damals keinen Dürrau-Weingarten hatten. Doch mein Onkel Gottfried besaß einen Dürrau-Weingarten und prägte mich mit seiner Aussage: ‚der beste Wein kommt vom Dürrau’.
Als junger Winzer legte ich jedoch noch keinen Wert darauf, wo der Weingarten steht, wichtig war dass er viele Trauben bringt. Ich glaubte der Wein schmeckt überall gleich. Nach dem Weinskandal kam dann aber die Qualitätsphilosophie, wir reisten ins Bordeaux. Zufällig wurden mir 1996 dann 0,9 ha Dürrau angetragen und ich schlug zu. Dieser Weingarten ist eng ausgepflanzt, rund 5000 Reben pro Hektar.
Der Weingarten war sehr ungepflegt, wir mussten viel zurückschneiden und ausbessern. Die Winzerkollegen im Dorf lachten mich aus weil ich ihn nicht rodete. In den Jahren 1996, 1997 und 1998 war der Wein noch unausgeglichen, aber 1999 merkte ich, dass der Weingarten sein Gleichgewicht gefunden hatte, was sich auch in der Traubenqualität zeigte. Jetzt war es soweit: 1999 wurde der Blaufränkisch Dürrau erstmalig separat vinifiziert. Ich vergor ihn im Holzgärständer mit langer Maischestandzeit.

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