Biodynamie – unsere individuelle Sicht

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Am Anfang der biodynamischen Bewegung um 1900 stand die Erkenntis einiger Bauern, dass unsere landwirtschaftlichen Produkte schlechter wurden.

Es wurde eine geringere generative Vermehrungskraft beobachtet und die daraus resultierenden weniger guten Früchte.
Meine Vermutungen: Industrialisierung der Landwirtschaft – und heute würde ich noch die nächtliche Lichtverschmutzung, Luftverschmutzung und Klimaerwärmung dazuzählen. Die Bauern mit Rudolf Steiner stellten fest, dass die Pflanzen ihren Rhythmus im Jahresverlauf verloren hatten. Steiner versuchte, aus Goethes Lehren und aus alten europäischen Tradtionen Möglichkeiten zu finden, um die Pflanzen wieder in die Balance zu bringen. Denn wie in jeder komplementär Medizin ist die Balance der Schlüssel zur Gesundheit.
Die beiden wichtigen Kräfte, Wachstum und Reife, sollen wieder in Balance zu den Jahresrhythmen kommen. Als Symbole dieser Kräfte werden dem Wachstum Humus, Winter und Wasser zugeordnet: unser sogenanntes 500er Präparat (die Herstellung folgt diesen Symbolen: Kuhdung wird über den Winter in der Erde vergraben). Sommer, Wärme und Licht werden der Reife zugeordnet: unser 501er Präparat (zerstossener Quarz wird über den Sommer in der Erde vergraben).
All dies folgt dem natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten mit den ihnen verbundenen längeren und kürzeren Tagen und dem Rhythmus des Mondes. Dies sind die einzigen Rhythmen denen Pflanzen folgen, die sie in sich tragen, denn sie haben ja keinen Kalender. Und sie spüren diese Rhythmen auch viel stärker als wir kultivierten Menschen. Jemand, der öfters im Freien ohne Zelt übernachtet, kann ein Lied davon singen: wie eine klare Vollmondnacht uns beim Schlafen hindert und auch die Pflanzen zur Photosynthese anregt.
Wir bringen unsere Präparate mit dem Mond und dem Jahreszeitenrhythmus aus und erreichen so, dass unsere Pflanzen mit dem Jahreszeitenverlauf wachsen und reifen. Man kann das praktisch sehr schön sehen: das Wachstum unserer Reben ist im August beendet und es entstehen keine hellgrünen Blätter oder Triebe mehr. Gegenüber früher, wo wir im August noch vermehrt Triebwachstum sehen konnten, konzentrieren sich unsere Pflanzen jetzt ab August schon ganz auf die Reife. Im Wein führt das zu moderaten Alkoholwerten und einer stabilen Säure.

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