Julia, Klemens & Eva vom KABUFF

Written by Petra Gratzer-Weninger on the 21st of June 2025

Unter dem Motto „all about sourdough“ haben Julia, Klemens und Eva im Herbst 2024 ihr Kabuff Bistro in Graz eröffnet. Bei einem spontanen Graz-Besuch Anfang des Jahres empfahl uns Sonja von der Blue Sonja Weinhandlung dieses charmante Lokal: „Dort müsst Ihr unbedingt frühstücken!“ Neben den ungewöhnlichen, erfrischenden Frühstück- Kreationen mit hausgemachtem Sauerteigbrot und dem sympathischen Service hat uns auch gefreut, unsere Weine dort im Regal stehen zu sehen.
Inzwischen durften wir uns auch schon abends durch die Karte mit sharing-Konzept kosten und sind große Fans von Evas stark gemüselastiger Küche, bei der großer Wert auf die Herkunft aller Produkte gelegt wird.

Verkostungsnotizen von Julia, Klemens & Eva

Der Furmint 2022 landete bei uns im KABUFF Bistro & Restaurant direkt auf der Weinkarte, weil er uns schon bekannt war, aber auch weil er einfach schmeckt. So waren wir umso neugieriger auf den neuen Jahrgang. Noch ein bisschen underrated ist die Sorte ja doch noch – was wir ja überhaupt nicht verstehen können, aber so langsam gesellt er sich zu den klassischeren österreichischen Rebsorten dazu. In die Nase steigt sofort der Duft von Holz, zusammen mit einer Nuance von Steinobst, Marille, Pfirsich, ein kleiner Ausflug in den Sommer, und auch ein Hauch grünes Gras – kommt vielleicht durch die Frische, die der Wein kurzweilig geöffnet zu haben scheint. Auch
beim Kosten kommt er sehr frisch daher, der Alkoholgehalt zeigt sich, Säure ist da. Wir lassen ihn zwei Tage geöffnet und er verändert sich in einen straffen, aber filigranen Wein, die Säure bindet sich schön ein und so gibt’s ihn bei uns als Weinbegleitung zum roh marinierten Kohlrabi mit Zitronenverbene. Eine schöne Balance zwischen Frühling und Sommer.

Ein schönes helles Kirschrot trotz der angemessenen Färbung durch die Reife der fünf Jahre springt uns als erstes in die Augen. In die Nase kommen sofort die Sauerkirsche, etwas Cassis und eine überreife Zwetschke. Ebenso eine Würzigkeit, die wir im ersten Moment nicht beschreiben können, leicht nach Pfeffer? Und da ist etwas „duftiges“, ätherisches, sowas wie Lavendel, aber nur eine Spur. Wir probieren den Steiner zuerst etwas gekühlt, am Gaumen die Sauerkirsche mit einer anmutenden Säure. Die Tannine sind in der kühleren Temperatur etwas zurückhaltender, wir sagen zu so einer Kombination aus Säure und leichten Tanninen gerne „trinkig“. Eine Zeit lang im Glas mit mehr Temperatur kommen die Aromen auch am Gaumen stärker, die Tannine trotzdem großartig eingebunden. Das lässt sich einfach gut trinken, ganz gleich ob kalt oder warm.

Der Hochäcker riecht gleich nach roten Beeren, eine Kindheitserinnerung wie im Garten bei Oma zwischen den Beerensträuchern, das Holz kommt raus und eine Würze ist schon in den jungen Jahren da. Wir wollen wieder die Veränderung in Temperatur und Zeit schmecken, so kommt er zuerst mit ca. 8 Grad ins Glas. Die Würze nach Szechuan ist schön und vereint sich mit einer Säure, die damit komplex daherkommt. Kräftiger noch das Ganze, wenn er nach und nach wärmer wird, die Tannine schmücken den Gaumen aus, aber doch nicht zu schwer. Wir sind gespannt, was der in den nächsten Jahren noch so alles kann. Ob wir es allerdings schaffen ihn liegen zu lassen, wir sind uns nicht sicher.

Die Flaschenpost ist unser Weinabo. Dieses sorgt für den Genuss der von uns zusammengestellten Weine, inklusive der spannenden Kostnotizen unserer Gastautoren.

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